Reisetagebuch


Anke im Yosemite Nationalpark


Sonneuntergang am Grand Canyon


Antilope Caynyon


Wunderwelt Las Vegas


Im Death Valley


Golden Gate Bridge mit legendärem Nebel

Reisebericht
Westen der USA
von unserer Mitarbeiterin Anke Kröschel

Unsere Reise ins „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ begann am 18.05.2008 mit dem Nonstop-Flug von Frankfurt nach Los Angeles. Nach diesem 11,5 – stündigen Flug mit Lufthansa landeten wir am späten Nachmittag und nahmen sofort unseren Mietwagen, einen kleinen Geländewagen, entgegen. Unser erstes Etappenziel war Bullhead City, wo wir die Nacht verbrachten und am nächsten Morgen dann weiter zum Grand Canyon fuhren.

Dort angekommen machten wir sofort unsere ersten Erkundungstouren. Dieser Canyon ist ein echtes Naturwunder. Wir sahen uns den Sonnenuntergang an und erlebten die volle Größe des Canyons während eines ca. 45 Minuten lagen Helikopter-Rundfluges (ein echtes Muss!).

Am Nachmittag ging die Fahrt dann Richtung Zion Canyon. Etwa auf halber Strecke, in Page, machten wir einen Zwischenstopp, um uns den kleineren Teil des Antilope Canyons anzusehen.
Während einer kleinen Wanderung durch den Canyon kann man das Lichterspiel der einfallenden Sonnenstrahlen erleben (am späten Nachmittag ist der Lichteinfall besonders schön). Weiter ging die Fahrt am Lake Powell vorbei zum Zion Nationalpark. Dieser Park entschädigt mit seiner überwältigenden Natur und den vielfältigen Gesteinsformationen für die lange Fahrt durch die Weiten der Prärie. Wir unternahmen eine Wanderung auf einem der zahlreichen Wanderwege und erkundeten den Park mit den dort regelmäßig verkehrenden Shuttlebussen.

Am nächsten Morgen erholten wir uns noch etwas von der Wanderung am Vortag und nachmittags ging unsere Fahrt weiter ins Spielerparadies Las Vegas wo wir gegen Abend ankamen. Eine Fahrt über den „Strip“ in den Abendstunden ist sehr beeindruckend: alles funkelt & glitzert und die Straßen sind gefüllt mit Tausenden von Menschen. Empfehlenswert ist ein Bummel durch die imposanten Hotels, der wie ein Spaziergang über den Globus ist: von New York über Paris bis hin zu den Pyramiden. Hier empfehle ich Ihnen das Hotel The Venetien & The Palazzo Resort *****. Dieses Hotel ist der Stadt Venedig nachempfunden und ist durch seine Lage ideal um den ganzen „Strip“ zu erkunden. Ein absoluter Geheimtipp ist der Besuch des „Secret Garden“ im Hotel „The Mirage“. Dieser ist eine Oase der Ruhe inmitten der Megacity. Neben den weißen Tigern von Siegfried & Roy findet man hier auch eine Delphin-Aufzuchtstation.

Nach diesem Extrem aus glitzernden Leuchtreklamen und 24-stündiger Musikbeschallung (sogar in den Parkhäusern wurde Musik gespielt), setzten wir 4 Tage später unsere Reise fort und fuhren in Richtung Yosemite Nationalpark. Auf der Fahrt dorthin machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp im Death Valley. Als wir die Tür aufmachten und aus unserem klimatisierten Mietwagen stiegen, merkten wir, warum dieser Nationalpark „Tal des Todes“ genannt wird - wir standen in der prallen Mittagshitze bei über 35 °C. Nach einem kurzen Fotostopp setzten wir dann auch schnell wieder unsere Fahrt fort. Der Tioga-Pass, die kürzeste Verbindung zwischen Death Valley und Yosemite Nationalpark, war leider wegen Schnee und Eis (um diese Jahreszeit eher selten) noch gesperrt. Daher mussten wir einen ca. 4-stündigen Umweg entlang des gesamten Parks fahren, um dann endlich gegen Mitternacht dort anzukommen. Meine Empfehlung: Zur besseren Planung der Tagesetappe sollte man vorher im Internet recherchieren, ob der Pass frei ist.

Es hat sich allerdings jeder Kilometer gelohnt: dieser Park ist ein absolutes Paradies für Naturliebaber.
Ob man Rad fahren, wandern, klettern oder einfach nur die Natur bewundern möchte - der Park bietet für jeden etwas. Wir machten eine Wanderung hinauf zu den Vernal Falls, die zu den imposantesten Wasserfällen der Welt gehören. Zum Aufstieg sollte man sich ein Regencape mitnehmen, da man sehr nah an den Wasserfällen entlang wandert - im Sommer eine willkommene Abkühlung.
Am nächsten Morgen machten wir einen Abstecher zum Glacier Point, von dem man einen gigantischen Blick über die Berge und Schluchten des Parks hat. Anschließend ging unsere Fahrt weiter nach San Francisco. Schon während der Anfahrt über die Oakland-Brücke sieht man die Silhouette der Stadt mit der Golden Gate Bridge und der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz.
Der Besuch von Alcatraz ist hier ein absolutes Muss und sollte auf jeden Fall bereits in Deutschland vorreserviert werden. Zu empfehlen ist die Abendtour inklusive Sonnenuntergang über der Golden Gate Bridge und der beeindruckenden Atmosphäre in den Gefängniszellen. Außerdem werden nur während der Abendtour zusätzliche Spezialführungen angeboten, die es uns ermöglichten, bis zu den Grundmauern der ursprünglichen Fortanlage vorzudringen (wirklich beeindruckend).
Während einer Stadtrundfahrt, die man jederzeit auf der Route unterbrechen und wieder fortsetzten kann (Hopp-on Hopp-Off) lernten wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen. Ein weiteres Highlight ist die Fahrt mit der Cable Car zum berühmten Pier 39. Hier sollte man unbedingt in einem der zahlreichen Fischrestaurants den „Catch of the day“ probieren.

Weiter ging unsere Fahrt auf den berühmten Highway No. 1 entlang der Pazifikküste nach Süden. Hier sollte man genügend Zeit einplanen, da hinter jeder Kurve ein toller Aussichtspunkt wartet. Daher fuhren wir nicht nonstop nach Los Angeles, sondern verbrachten eine Nacht in Pismo Beach, das auf der Hälfte der Strecke liegt. Hier empfiehlt sich das Hotel Spyglass Inn *** durch seine besondere Lage am Cliff und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Am nächsten Morgen erreichten wir dann die „Stadt der Engel“ – Los Angeles. Der Strandvorort Santa Monica ist ideal um Ausflüge in die Stadt zu unternehmen und das Strandleben zu genießen. Von hier aus starten auch Stadtrundfahrten, um die Highlights der Stadt zu erkunden. Auf dem Hollywood Boulevard wurden uns kostenlose Karten zum Besuch einer Fernsehaufzeichnung in einem der Filmstudios angeboten. Man ist zwar nur Zuschauer, es ist aber trotzdem ein tolles Erlebnis.
Die Stadtrundfahrt führte uns auch durch die Villenviertel der Reichen und Schönen. Überwältigt von all diesen Eindrücken, genossen wir abends den Sonnenuntergang bei einem entspannten Abendessen am Santa Monica Pier. Mein Tipp: Bubba Gump – ein Schlaraffenland für Freunde von Fisch- und Shrimpsgerichten bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Unseren letzten Tag nutzen wir zu einer ausgedehnten Stranderkundung: wir fuhren mit Fahrrädern
am Strand entlang bis zum bekannten Venice Beach. Nachmittags machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen, wo wir auch wieder unseren Mietwagen abgaben und schließlich zurück nach Deutschland flogen.

Das Fahren mit dem eigenen Mietwagen ist in den USA absolut empfehlenswert, selbst in den Großstädten ist es völlig problemlos. Dank des günstigen Dollarkurses hielten sich die Nebenkosten in Grenzen und es blieb noch genug übrig, um in den großen Outlet-Centern entlang der Highways das ein oder andere Schnäppchen zu machen (Achtung: bei Einreise in Deutschland dürfen Ihre Mitbringsel einen Warenwert von 175 Euro pro Person nicht übersteigen, Stand: August 2008)
Diese Reise war die perfekte Kombination aus atemberaubender Natur und absoluten Megastädten.